Swedish Death Candy

Die endlosen Gitarrenschleifen der ersten SUPERGRASS-Alben, grundsätzlich eine Menge Britpop-Feeling, dazu ein retrospektiver Blick in die Krautrock-Geschichtsbücher und obendrauf psychedelische Trips, deren Ende zu keiner Zeit wirklich in Sicht ist – willkommen in der Welt von SWEDISH DEATH CANDY. Die Verfechter tödlicher Lutschbonbons haben auf ihrem Debütalbum einen sehr eigenwilligen Stilmix kreiert, dessen Basis ganz klar der neblige Sound des progressiven 70s-Hardrock ist, dessen ungebremster Explorationsdrang aber teilweise so stark ausgeprägt ist, dass man der Band jederzeit Unrecht tun würde, müsste man sie in irgendeiner Form kategorisieren. Das Quartett aus London lebt und zehrt von seiner inhaltlichen Unberechenbarkeit – und selbstverständlich von der Coolness seines Sounds!

Man stelle sich mal vor, QUEEN, BIRTH CONTROL und KYUSS würden zu einer LSD-geprägten Jam Session zusammmentreffen und sich gemeinsam mit den Gallagher-Brüder an ein paar ABBA-Kompositionen versuchen. Na, gibt es hier eine konkrete Vorstellung? Gut, versuchen wir es anders: John Lennon und seine damaligen Gefolgsleute stimmen sich mit den QUEENS OF THE STONE AGE ab, wie man Tradition und Moderne unter einen Hut bekommt, ohne dabei zu klare Schwerpunkte zu setzen. Passt besser?

Nun, wie auch immer: Fakt ist einfach, dass SWEDISH DEATH CANDY trotz ihrer klar filterbaren Bezugsquellen einen sehr innovativen Sound fährt, dessen psychedelischer Charakter bahnbrechende Züge annimmt. Mit dem Debüt setzt sich die Band gleich mal ganz oben fest und feiert die Freizügigkeit der eigenen Kreativität! (powermetal.de)

 

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